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Geltungsbereich der DIN 18363 für VOB Lackierarbeiten
Geltungsbereich der DIN 18363 für VOB Lackierarbeiten
Wer wissen will, ob seine geplanten Lackierarbeiten tatsächlich unter die DIN 18363 fallen, muss genau hinschauen. Die Norm regelt sämtliche VOB Lackierarbeiten, die sich auf das Beschichten von Oberflächen mit Lacken, Lasuren und vergleichbaren Stoffen beziehen. Sie gilt sowohl für Erstbeschichtungen als auch für Überholungsanstriche auf mineralischen, metallischen, hölzernen und kunststoffbasierten Untergründen. Selbst spezielle Verfahren wie das Aufbringen von Blattmetall oder Brandschutzbeschichtungen sind einbezogen, sofern sie als Maler- und Lackierarbeiten im Sinne der VOB ausgeschrieben werden.
Ausgeschlossen sind dagegen alle Maßnahmen, die explizit anderen Normen zugeordnet sind. Ein klassisches Beispiel: Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) – hier ist DIN 18345 maßgeblich. Auch Arbeiten, die rein dekorativen Charakter haben und nicht dem Schutz oder der Instandhaltung dienen, sind nicht Bestandteil der DIN Lackierarbeiten nach 18363.
Interessant für die Praxis: Die Norm macht keine Unterschiede zwischen Innen- und Außenbereichen, solange die Beschichtungstechniken und -stoffe den Anforderungen entsprechen. Das bedeutet, dass sowohl das Lackieren von Fenstern und Türen als auch das Beschichten von Fassadenflächen unter die Regelungen der DIN 18363 fallen können – sofern keine andere spezifische Norm Vorrang hat.
Wer also Klarheit sucht, ob seine VOB Lackierarbeiten nach DIN 18363 auszuschreiben und abzurechnen sind, sollte immer den genauen Anwendungsbereich prüfen. Im Zweifel hilft ein Blick in die aktuelle Normfassung oder die Beratung durch einen Fachbetrieb, der die Abgrenzungen kennt und die richtige Zuordnung vornimmt.
Wichtige Anforderungen und Vorgaben bei DIN Lackierarbeiten
Wichtige Anforderungen und Vorgaben bei DIN Lackierarbeiten
Die DIN 18363 setzt für DIN Lackierarbeiten sehr konkrete Maßstäbe, die über das reine Auftragen von Lack weit hinausgehen. Ein zentrales Kriterium ist die sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds: Vor Beginn der Arbeiten müssen alle Flächen geprüft, gereinigt und – falls erforderlich – mit speziellen Grundierungen oder Spachtelmassen behandelt werden. Die Norm verlangt, dass die Eignung des Untergrunds für die gewählte Beschichtung nachweislich sichergestellt ist. Ohne diesen Nachweis drohen Mängel, die später teuer werden können.
- Materialauswahl: Es dürfen ausschließlich geprüfte und zugelassene Lacke, Lasuren und Beschichtungsstoffe verwendet werden. Die Auswahl muss zum jeweiligen Untergrund und zur Beanspruchung passen.
- Schichtaufbau: Die Norm schreibt je nach Untergrund und Verwendungszweck eine bestimmte Anzahl von Schichten sowie definierte Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen vor. Jede Schicht muss gleichmäßig und ohne Fehlstellen aufgetragen werden.
- Umwelt- und Gesundheitsschutz: Bei DIN Lackierarbeiten sind die geltenden Vorschriften zum Arbeitsschutz und zur Vermeidung von Emissionen einzuhalten. Dazu zählen auch Vorgaben zur Entsorgung von Reststoffen und zum Schutz angrenzender Bauteile.
- Dokumentation: Für die Nachvollziehbarkeit der Arbeiten ist eine lückenlose Dokumentation aller verwendeten Materialien, Schichtdicken und Arbeitsgänge erforderlich. Diese Unterlagen dienen im Streitfall als Nachweis der fachgerechten Ausführung.
- Oberflächenqualität: Die gewünschte Oberflächenqualität (z.B. Glanzgrad, Struktur, Farbtongenauigkeit) muss im Leistungsverzeichnis klar definiert werden. Die Ausführung ist daran zu messen und bei Abweichungen nachzubessern.
Besonders hervorzuheben ist, dass jede Abweichung von den Standardvorgaben der Norm explizit vereinbart und dokumentiert werden muss. Wer sich hier nicht exakt an die Vorgaben hält, riskiert Streitigkeiten über die Ausführung und Qualität der DIN Lackierarbeiten.
Vor- und Nachteile von Maler- und Lackierarbeiten nach DIN 18363
Vorteile | Nachteile |
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Leistungsbeschreibung und Vertragsaufstellung nach DIN 18363
Leistungsbeschreibung und Vertragsaufstellung nach DIN 18363
Eine präzise und vollständige Leistungsbeschreibung ist bei DIN Lackierarbeiten nach DIN 18363 das A und O. Ohne eine detaillierte Aufstellung aller zu erbringenden Leistungen entstehen schnell Missverständnisse oder Lücken, die später zu Konflikten führen können. Die Norm fordert, dass sämtliche zu beschichtenden Flächen, die Art der Beschichtung, die geforderte Oberflächenqualität sowie alle Besonderheiten der Ausführung exakt im Leistungsverzeichnis aufgeführt werden.
- Jede einzelne Fläche muss mit Lage, Größe und Untergrundart benannt werden.
- Zu verwendende Produkte und Systeme sind möglichst konkret zu beschreiben, etwa durch Herstellerangaben oder technische Datenblätter.
- Besondere Anforderungen wie Farbton, Glanzgrad oder spezielle Schutzfunktionen (z.B. Brandschutz) müssen eindeutig spezifiziert sein.
- Die Ausführungstermine und eventuelle Zwischentermine für einzelne Bauabschnitte sollten verbindlich festgelegt werden.
- Alle Neben- und Besonderen Leistungen, die nicht automatisch von der Norm abgedeckt sind, sind gesondert aufzuführen und zu vereinbaren.
Im Vertrag ist zudem zu regeln, wie mit Änderungen im Bauablauf, etwa durch Witterung oder andere Gewerke, umgegangen wird. Die DIN 18363 empfiehlt, klare Abrechnungsmodalitäten und Verantwortlichkeiten für Nachträge und Mehrleistungen zu definieren. So bleibt die Ausführung der VOB Lackierarbeiten transparent und rechtssicher – und das Risiko von Streitigkeiten sinkt auf ein Minimum.
Unterschied zwischen Nebenleistungen und Besonderen Leistungen bei VOB Lackierarbeiten
Unterschied zwischen Nebenleistungen und Besonderen Leistungen bei VOB Lackierarbeiten
Der Unterschied zwischen Nebenleistungen und Besonderen Leistungen ist bei VOB Lackierarbeiten oft entscheidend für die Kalkulation und spätere Abrechnung. Während Nebenleistungen automatisch im Preis enthalten sind, müssen Besondere Leistungen explizit vereinbart und zusätzlich vergütet werden. Das klingt erstmal simpel, sorgt aber in der Praxis immer wieder für Diskussionen.
- Nebenleistungen sind Tätigkeiten, die ohne gesonderte Erwähnung zur Hauptleistung gehören. Dazu zählen zum Beispiel das Abdecken angrenzender Flächen, das Entfernen loser Altanstriche in geringem Umfang oder das Bereitstellen von Werkzeugen und Geräten. Diese Arbeiten werden erwartet, auch wenn sie nicht ausdrücklich im Vertrag stehen.
- Besondere Leistungen hingegen sind Aufgaben, die über das Übliche hinausgehen. Hierzu zählen beispielsweise aufwändige Untergrundprüfungen mit Dokumentation, die Sanierung von Schadstellen größerer Ausdehnung oder das Anbringen spezieller Schutzsysteme. Sie müssen im Leistungsverzeichnis einzeln aufgeführt und beschrieben werden, sonst gibt es später keine Vergütung dafür.
Ein typischer Stolperstein: Die Bereitstellung von Gerüsten über 3,50 m Arbeitshöhe gilt als Besondere Leistung, während niedrigere Gerüste als Nebenleistung betrachtet werden. Das ist nicht jedem sofort klar, kann aber bei der Abrechnung eine große Rolle spielen.
Fazit: Wer als Auftraggeber oder Malerbetrieb keine bösen Überraschungen erleben will, sollte die Abgrenzung zwischen Neben- und Besonderen Leistungen schon bei der Ausschreibung und Vertragsgestaltung ganz genau prüfen und schriftlich festhalten. So bleibt am Ende kein Raum für Interpretationen – und das Projekt läuft sauber durch.
Praxisbeispiel: So wird eine Lackierarbeit nach DIN 18363 korrekt ausgeführt
Praxisbeispiel: So wird eine Lackierarbeit nach DIN 18363 korrekt ausgeführt
Stellen wir uns vor, eine Holzinnentür in einem öffentlichen Gebäude soll im Rahmen einer Sanierung neu lackiert werden. Nach DIN 18363 läuft das in der Praxis so ab:
- Der Maler prüft zunächst, ob der Altanstrich tragfähig ist und ob Schadstellen vorhanden sind, die über das normale Maß hinausgehen. Nur wenn alles passt, geht’s weiter.
- Jetzt wird die Oberfläche mechanisch angeschliffen – und zwar so, dass keine Schleifspuren oder Kanten stehenbleiben. Staub und Schmutz werden sorgfältig entfernt, weil selbst kleinste Partikel später die Optik ruinieren könnten.
- Für die Grundierung kommt ein exakt auf das Holz abgestimmtes Produkt zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich nach den Herstellerangaben und den Vorgaben der DIN Lackierarbeiten. Der Auftrag erfolgt gleichmäßig, ohne Nasen oder Läufer.
- Nach vollständiger Trocknung wird eine Spachtelmasse aufgetragen, um kleine Unebenheiten auszugleichen. Das Ergebnis: eine absolut glatte Fläche, die bereit für den nächsten Schritt ist.
- Zwischenschliff nicht vergessen! Die Oberfläche wird erneut leicht angeschliffen, damit die nächste Lackschicht optimal haftet.
- Nun folgt der eigentliche Lackauftrag. Der Lack wird in der vorgeschriebenen Schichtdicke aufgetragen, die in der Norm und im technischen Merkblatt des Produkts definiert ist. Trocknungszeiten werden exakt eingehalten – keine Abkürzungen.
- Abschließend kontrolliert der Maler die Oberfläche auf Gleichmäßigkeit, Glanzgrad und eventuelle Fehlstellen. Gibt’s Mängel, wird nachgebessert – alles dokumentiert, versteht sich.
Was auffällt: Jeder Schritt ist durchdacht, kein Arbeitsschritt wird übersprungen. Die Einhaltung der Reihenfolge und die genaue Dokumentation sorgen dafür, dass das Ergebnis den Vorgaben der DIN 18363 entspricht – und der Auftraggeber am Ende eine langlebige, makellose Oberfläche bekommt.
Abrechnung und Mengenermittlung gemäß DIN 18363
Abrechnung und Mengenermittlung gemäß DIN 18363
Die exakte Abrechnung von DIN Lackierarbeiten verlangt eine präzise Mengenermittlung, die sich streng an die Vorgaben der Norm hält. Flächen werden grundsätzlich nach den tatsächlich bearbeiteten Quadratmetern abgerechnet, wobei Öffnungen ab einer bestimmten Größe – meist ab 2,5 m2 – von der Gesamtfläche abgezogen werden dürfen. Kleinere Durchbrüche oder Nischen bleiben in der Regel unberücksichtigt.
- Für Bauteile wie Türen, Fenster oder Heizkörper erfolgt die Abrechnung meist nach Stückzahl, sofern dies im Leistungsverzeichnis so festgelegt ist.
- Bei mehrfachen Beschichtungen zählt jede Lage als eigenständige Leistung, die gesondert zu erfassen und zu berechnen ist.
- Unregelmäßige oder schwer zugängliche Flächen können mit Zuschlägen versehen werden, wenn dies im Vertrag geregelt ist.
- Leistungen, die durch Änderungen im Bauablauf entstehen (z.B. zusätzliche Schichten oder Ausbesserungen), müssen dokumentiert und separat abgerechnet werden.
Wichtig: Die Mengenermittlung erfolgt stets nach dem „Maß der fertigen Leistung“, also nach der tatsächlich ausgeführten Fläche oder Stückzahl. Abweichungen von den vereinbarten Maßen müssen belegt und gemeinsam mit dem Auftraggeber abgestimmt werden. Das schafft Transparenz und verhindert spätere Unstimmigkeiten bei der Rechnungsprüfung.
Änderungen und aktuelle Neuerungen der Norm für DIN Lackierarbeiten
Änderungen und aktuelle Neuerungen der Norm für DIN Lackierarbeiten
Die jüngste Überarbeitung der DIN 18363 hat einige bemerkenswerte Anpassungen mit sich gebracht, die den Alltag auf der Baustelle und bei der Abrechnung spürbar beeinflussen. Besonders auffällig ist die Neuregelung zur Gerüststellung: Die Bezugsgröße für Nebenleistungen wurde konkretisiert, sodass die Höhe des Arbeitsbereichs nun maßgeblich ist. Damit ist endlich klar, wann Gerüste als Neben- oder als Besondere Leistung gelten – das reduziert Diskussionen auf der Baustelle erheblich.
- Die Anforderungen an die Dokumentation wurden erweitert. Es reicht nicht mehr, nur die ausgeführten Arbeiten zu beschreiben – auch verwendete Produkte, Schichtdicken und Prüfprotokolle müssen lückenlos nachgewiesen werden.
- Bei der Mengenermittlung sind jetzt genauere Vorgaben für das Abziehen von Öffnungen und das Berücksichtigen von Bauteilformen zu beachten. Das sorgt für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Angeboten.
- Neu ist auch die explizite Regelung, dass Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen detailliert im Leistungsverzeichnis aufgeführt werden müssen, sofern sie über das Übliche hinausgehen. Das betrifft etwa spezielle Absaugvorrichtungen oder emissionsarme Produkte.
- Die Norm betont stärker die Bedeutung der Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bei Leistungsänderungen. Anpassungen müssen nun zeitnah dokumentiert und abgestimmt werden, um Nachträge sauber abzuwickeln.
Insgesamt führen diese Neuerungen zu einer höheren Verbindlichkeit und Nachvollziehbarkeit bei DIN Lackierarbeiten. Wer auf dem aktuellen Stand bleibt, kann Projekte sicherer und mit weniger Streitpotenzial abwickeln.
Tipps für Bauherren und Auftraggeber bei VOB Lackierarbeiten nach DIN 18363
Tipps für Bauherren und Auftraggeber bei VOB Lackierarbeiten nach DIN 18363
- Beauftragen Sie vorab eine unabhängige Begutachtung der vorhandenen Untergründe. So lassen sich verdeckte Mängel oder Altlasten frühzeitig erkennen und gezielt im Leistungsverzeichnis berücksichtigen.
- Verlangen Sie von Ihrem Malerbetrieb ein verbindliches Muster der gewünschten Oberfläche. Das gibt Ihnen eine realistische Vorstellung vom Endergebnis und erleichtert die spätere Abnahme.
- Prüfen Sie, ob Ihr Vertragspartner regelmäßig an Weiterbildungen zur DIN 18363 teilnimmt. Aktualisiertes Fachwissen ist bei Normänderungen Gold wert und schützt vor Ausführungsfehlern.
- Bestehen Sie auf einer schriftlichen Freigabe aller eingesetzten Produkte durch den Hersteller, besonders bei sensiblen oder stark beanspruchten Flächen. So sind Sie im Schadensfall auf der sicheren Seite.
- Planen Sie ausreichend Zeit für die Trocknungs- und Lüftungsphasen ein. Eng getaktete Bauzeiten führen sonst schnell zu Qualitätsverlusten, die sich später kaum noch beheben lassen.
- Bitten Sie um eine übersichtliche Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte – idealerweise mit Fotos. Das schafft Transparenz und ist bei Gewährleistungsfragen ein unschätzbarer Vorteil.
- Erkundigen Sie sich nach möglichen Förderprogrammen oder Zuschüssen für besonders umweltfreundliche oder emissionsarme Lackierarbeiten. Hier lassen sich oft Kosten sparen, ohne auf Qualität zu verzichten.
Häufige Fragen zu Maler- und Lackierarbeiten nach ATV DIN 18363
Häufige Fragen zu Maler- und Lackierarbeiten nach ATV DIN 18363
- Wie kann ich die Qualität der ausgeführten Lackierarbeiten objektiv überprüfen?
Die DIN 18363 empfiehlt, die Oberflächen mit speziellen Prüfgeräten (z.B. Schichtdickenmessgerät, Gitterschnittprüfung) zu kontrollieren. Außerdem sollte die Farbtonabweichung mit genormten Farbkarten verglichen werden. Ein Abnahmeprotokoll mit Fotodokumentation erhöht die Nachvollziehbarkeit. - Müssen für Arbeiten an denkmalgeschützten Objekten besondere Vorgaben beachtet werden?
Ja, bei denkmalgeschützten Gebäuden gelten oft zusätzliche Auflagen, die über die DIN 18363 hinausgehen. Diese werden in der Regel von der Denkmalschutzbehörde vorgegeben und müssen im Leistungsverzeichnis explizit aufgenommen werden. - Welche Rolle spielt die Witterung bei Außenlackierungen?
Die Norm schreibt vor, dass Lackierarbeiten im Außenbereich nur bei geeigneten Wetterbedingungen durchgeführt werden dürfen. Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Regenrisiko müssen beachtet werden, um Haftungsprobleme und Qualitätsmängel zu vermeiden. - Wie wird mit Altbeschichtungen umgegangen, die Schadstoffe enthalten?
Für den Umgang mit schadstoffhaltigen Altanstrichen (z.B. mit PCB, Blei oder Asbest) sind gesonderte Schutzmaßnahmen und Entsorgungswege vorgeschrieben. Diese Arbeiten dürfen nur von Fachbetrieben mit entsprechender Zulassung ausgeführt werden. - Kann ich als Auftraggeber Nachbesserungen verlangen, wenn das Ergebnis nicht meinen Erwartungen entspricht?
Nach DIN 18363 besteht ein Anspruch auf Nachbesserung, sofern die vereinbarten Qualitätsstandards nicht eingehalten wurden. Die Mängel müssen dokumentiert und dem Auftragnehmer schriftlich angezeigt werden. Erst wenn die Nachbesserung fehlschlägt, können weitere Schritte eingeleitet werden.
Quellen, Hinweise und weiterführende Informationen zur DIN 18363
Quellen, Hinweise und weiterführende Informationen zur DIN 18363
- Die vollständige und aktuelle Fassung der DIN 18363 ist kostenpflichtig beim Beuth Verlag erhältlich. Hier erhalten Sie auch amtliche Änderungen und historische Versionen der Norm.
- Das Baunormenlexikon bietet eine kostenfreie Übersicht der wichtigsten Abschnitte, erläuternde Kommentare und praxisnahe Anwendungsbeispiele für DIN-Normen im Bauwesen.
- Vertiefende Fachliteratur zu Maler- und Lackierarbeiten nach DIN 18363 finden Sie im Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz sowie in Fachzeitschriften wie „Malerblatt“ oder „B+B Bauen im Bestand“.
- Für rechtliche Fragen und Auslegungen empfiehlt sich die Konsultation der VOB-Kommentare von anerkannten Fachautoren, die häufig auch aktuelle Urteile und Praxistipps einbeziehen.
- Online-Seminare und Fortbildungen zu Neuerungen der DIN 18363 werden regelmäßig von Handwerkskammern und Branchenverbänden angeboten. Die Teilnahme kann besonders bei Änderungen der Norm sinnvoll sein.
- Bei Unsicherheiten zur Anwendung der Norm in konkreten Projekten lohnt sich die Beratung durch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für das Maler- und Lackiererhandwerk.
FAQ für Auftraggeber: Maler- und Lackierarbeiten nach DIN 18363
Für welche Arbeiten ist die DIN 18363 bei Maler- und Lackierarbeiten relevant?
Die DIN 18363 ist für Maler- und Lackierarbeiten nach VOB maßgeblich, wenn Oberflächen wie Wände, Decken, Türen oder Fenster mit Lacken, Lasuren oder vergleichbaren Stoffen beschichtet werden. Sie gilt für mineralische, metallische, hölzerne und kunststoffbasierte Untergründe sowie für besondere Verfahren wie Brandschutz- oder Blattmetallbeschichtungen.
Was sind die wichtigsten Anforderungen der DIN 18363 an die Ausführung von Lackierarbeiten?
Die wichtigsten Vorgaben betreffen die sorgfältige Untergrundprüfung und -vorbereitung, den Einsatz zugelassener Materialien für den jeweiligen Einsatzzweck sowie den fachgerechten Schichtaufbau mit eingehaltenen Trocknungszeiten. Zudem verlangt die Norm vollständige Dokumentation der Arbeiten und eine klare Definition der gewünschten Oberflächenqualität.
Welche Unterschiede bestehen zwischen Nebenleistungen und Besonderen Leistungen bei VOB Lackierarbeiten?
Nebenleistungen sind automatisch im Auftrag enthalten, wie etwa das Abdecken von Böden oder kleine Ausbesserungen. Besondere Leistungen müssen extra vereinbart und vergütet werden – beispielsweise umfangreiche Untergrundsanierungen oder Gerüstbauarbeiten ab 3,50 Meter Arbeitshöhe.
Wie erfolgt die Abrechnung von DIN Lackierarbeiten gemäß ATV DIN 18363?
Die Abrechnung richtet sich nach tatsächlich ausgeführten Flächen (m²), Stückzahlen oder besonderen Bauteilen. Öffnungen wie Türen oder Fenster über einer bestimmten Größe werden abgezogen. Jede Beschichtungslage wird gesondert erfasst. Änderungen oder Mehrleistungen sind zu dokumentieren und separat abzurechnen.
Was sind die wichtigsten Neuerungen in der aktuellen DIN 18363 für Lackierarbeiten?
Die jüngsten Anpassungen betreffen vor allem die eindeutige Definition von Neben- und Besonderen Leistungen, neue Vorgaben zur Dokumentation und Abrechnung sowie die klare Regelung zur Gerüststellung in Bezug auf die Arbeitshöhe. Auch der Umwelt- und Arbeitsschutz wurde als Pflichtbestandteil der Ausschreibung gestärkt.