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Alles Wichtige zur Betriebsanweisung Lackierarbeiten auf einen Blick

11.08.2025 48 mal gelesen 0 Kommentare
  • Schutzausrüstung wie Atemschutz, Handschuhe und Schutzbrille ist vor Beginn der Lackierarbeiten verpflichtend zu tragen.
  • Für ausreichende Belüftung und das Vermeiden von Zündquellen muss stets gesorgt werden.
  • Vorgeschriebene Reinigungs- und Entsorgungsmaßnahmen sind nach den Lackierarbeiten unbedingt einzuhalten.

Rechtliche Pflicht: Wann ist eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten erforderlich?

Rechtliche Pflicht: Wann ist eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten erforderlich?

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Eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten ist nicht bloß eine Formalität, sondern eine klare gesetzliche Vorgabe. Sie wird immer dann zwingend notwendig, wenn im Betrieb Tätigkeiten mit Gefahrstoffen – wie Lacken, Härtern, Verdünnern oder speziellen Reinigungsmitteln – durchgeführt werden. Das betrifft sowohl klassische Lackierereien als auch jede Werkstatt, in der gelegentlich lackiert wird. Entscheidend ist, ob Beschäftigte beim Lackieren mit Stoffen arbeiten, die als gefährlich eingestuft sind. Dazu zählen zum Beispiel Produkte mit Gefahrensymbolen wie Flamme, Totenkopf oder Ausrufezeichen.

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Die Pflicht zur Erstellung ergibt sich aus § 14 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Hier wird verlangt, dass für jede Tätigkeit mit Gefahrstoffen eine spezifische Betriebsanweisung vorliegen muss – und zwar vor Beginn der Arbeiten. Das gilt unabhängig davon, ob die Tätigkeit regelmäßig oder nur gelegentlich ausgeführt wird. Auch für neue oder geänderte Lackierverfahren ist eine Anpassung oder Neuerstellung der Betriebsanweisung sofort erforderlich.

Ein oft übersehener Punkt: Die Verpflichtung erstreckt sich nicht nur auf den eigentlichen Lackiervorgang, sondern auch auf alle vorbereitenden und nachfolgenden Tätigkeiten, bei denen gefährliche Stoffe verwendet werden – also auch beim Mischen, Reinigen, Entsorgen oder Lagern.

Zusätzlich fordern Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger, dass die Betriebsanweisung jederzeit am Arbeitsplatz zugänglich ist. Sie muss so gestaltet sein, dass alle Beschäftigten sie verstehen und anwenden können. Komplizierte Fachsprache oder schwer auffindbare Dokumente sind also tabu.

Wird die Betriebsanweisung nicht oder nicht rechtzeitig erstellt, drohen empfindliche Bußgelder und im Schadensfall erhebliche Haftungsrisiken für die Unternehmensleitung. Deshalb: Sobald im Betrieb Gefahrstoffe für Lackierarbeiten eingesetzt werden, ist die Betriebsanweisung kein „Kann“, sondern ein absolutes „Muss“.

Pflichtbestandteile: Was muss die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten enthalten?

Pflichtbestandteile: Was muss die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten enthalten?

Die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten ist kein beliebiges Dokument, sondern folgt klaren Vorgaben. Sie muss so aufgebaut sein, dass Beschäftigte sofort erkennen, worauf es ankommt. Ein Durcheinander oder unvollständige Angaben führen schnell zu Problemen – und im Ernstfall zu echten Gefahren.

  • Konkrete Gefahrenbeschreibung: Es muss genau benannt werden, welche Risiken beim Umgang mit den eingesetzten Lacken, Härtern und Reinigern bestehen. Dazu gehören etwa Brand- und Explosionsgefahr, Gesundheitsgefahren durch Einatmen oder Hautkontakt sowie mögliche Umweltbelastungen.
  • Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln: Hier werden die erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen (z. B. Atemschutz, Handschuhe, Schutzkleidung) sowie organisatorische Maßnahmen (wie Lüftung oder Absaugung) eindeutig festgelegt. Auch Hinweise zu Arbeitsabläufen, die das Risiko minimieren, sind Pflicht.
  • Verhalten im Gefahrenfall: Es muss klar beschrieben werden, wie sich Beschäftigte bei einem Unfall, Brand oder Kontakt mit Gefahrstoffen zu verhalten haben. Das umfasst Notrufnummern, Fluchtwege und Sofortmaßnahmen.
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen: Für typische Notfälle – etwa Einatmen von Dämpfen oder Hautkontakt – sind konkrete Handlungsanweisungen erforderlich. Hier zählt jede Sekunde, deshalb müssen die Angaben verständlich und direkt umsetzbar sein.
  • Vorgaben zur Lagerung und Entsorgung: Die Betriebsanweisung muss klare Regeln enthalten, wie Lacke, Verdünner und Abfälle sicher gelagert und entsorgt werden. Dazu gehören auch Hinweise auf spezielle Sammelstellen oder Gefahrstofflager.
  • Kennzeichnungspflichten: Es sind die relevanten Gefahrensymbole und Gebotszeichen gemäß aktueller Normen (z. B. DIN EN ISO 7010) aufzuführen, damit niemand im Betrieb an den Hinweisen vorbeischaut.
  • Gültigkeitsbereich und Verantwortlichkeiten: Wer ist für die Einhaltung zuständig? Für welche Arbeitsbereiche gilt die Anweisung? Diese Punkte dürfen auf keinen Fall fehlen.

Wichtig: Die Sprache muss klar, einfach und für alle verständlich sein – keine verschachtelten Sätze oder unverständliches Fachchinesisch. So wird die Betriebsanweisung zum echten Sicherheitsanker im Alltag.

Überblick: Pro und Contra einer Betriebsanweisung für Lackierarbeiten

Pro Contra
Sorgt für rechtssicheren Arbeitsschutz gemäß Gesetz (§ 14 GefStoffV) Erstellungs- und Aktualisierungsaufwand für die Unternehmensleitung
Klare Handlungsanweisungen für alle Beschäftigten Muss regelmäßig überprüft und an neue Stoffe/Verfahren angepasst werden
Schützt vor Bußgeldern, Haftungsrisiken und Regressforderungen Missachtung oder unvollständige Umsetzung kann im Ernstfall dennoch Probleme verursachen
Hilft bei der Unterweisung und Schulung neuer Mitarbeiter Bei komplexen Betrieben häufig mehrere spezifische Betriebsanweisungen nötig
Ermöglicht einfache Kommunikation mit Behörden/Versicherern Mehrsprachigkeit und die Anpassung an unterschiedliche Sprachniveaus erfordern zusätzlichen Aufwand
Verbessert die Prozess- und Arbeitssicherheit, verringert Unfallrisiken Kann als bürokratische Pflicht wahrgenommen werden, wenn praktisch nicht eingebunden
Erhöht die Eigenverantwortung und Motivation der Belegschaft Veraltete Betriebsanweisungen bieten keinen zuverlässigen Schutz

Beispiel aus der Praxis: Muster einer Betriebsanweisung für Lackierarbeiten

Beispiel aus der Praxis: Muster einer Betriebsanweisung für Lackierarbeiten

Ein praxistaugliches Muster für die Betriebsanweisung erleichtert den Einstieg enorm – vor allem, wenn es individuell anpassbar ist. So sieht ein bewährtes Beispiel aus, das in vielen Betrieben tatsächlich genutzt wird:

  • Arbeitsbereich: Lackierkabine, Vorbereitungszone, Mischraum
  • Gefahrstoffe: 2K-Lacke, Polyurethan-Härter, Acetonhaltige Reiniger
  • Gefahren: Entzündliche Dämpfe, Reizungen der Atemwege, allergische Hautreaktionen
  • Schutzmaßnahmen: Atemschutzmaske Typ A2/P2, Chemikalienschutzhandschuhe, Schutzbrille, Belüftung einschalten
  • Verhalten im Notfall: Bei Hautkontakt: Sofort mit Wasser abspülen. Bei Einatmen: Frischluft aufsuchen, Arzt verständigen.
  • Erste Hilfe: Augenkontakt: Mindestens 10 Minuten spülen. Notrufnummer: 112
  • Lagerung/Entsorgung: Behälter dicht verschließen, nur in gekennzeichneten Schränken lagern. Lackreste als Sonderabfall entsorgen.
  • Gebotszeichen: Tragen von Atemschutz, Handschuhen und Schutzbrille verpflichtend (Symbole nach DIN EN ISO 7010)
  • Verantwortlich: Werkstattleitung, Sicherheitsbeauftragter

Ein solches Muster bietet einen klaren Rahmen, den jeder Betrieb auf seine speziellen Produkte, Räume und Abläufe zuschneiden kann. So wird aus einer Vorlage ein wirksames Werkzeug für den Alltag – und kein unnützer Papierkram.

Richtiger Umgang: So setzen Sie die Betriebsanweisung im Betrieb wirksam ein

Richtiger Umgang: So setzen Sie die Betriebsanweisung im Betrieb wirksam ein

Damit die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten nicht bloß in der Schublade verschwindet, sondern echten Schutz bietet, kommt es auf die praktische Umsetzung an. Der Schlüssel: Sichtbarkeit, Verständlichkeit und Integration in den Arbeitsalltag.

  • Direkte Platzierung am Arbeitsplatz: Hängen Sie die Betriebsanweisung gut sichtbar in allen relevanten Bereichen aus – zum Beispiel direkt an der Lackierkabine oder am Mischplatz. So haben alle Beschäftigten die Informationen immer griffbereit.
  • Regelmäßige, praxisnahe Unterweisungen: Nutzen Sie die Betriebsanweisung als zentrales Element bei Unterweisungen. Gehen Sie dabei auf typische Fehlerquellen und reale Situationen aus dem Betrieb ein. Das sorgt für Aufmerksamkeit und Verständnis.
  • Sprachliche Anpassung: Falls Mitarbeitende unterschiedliche Muttersprachen haben, stellen Sie Übersetzungen oder leicht verständliche Versionen bereit. Das verhindert Missverständnisse und erhöht die Sicherheit.
  • Verknüpfung mit Arbeitsanweisungen: Binden Sie die Betriebsanweisung direkt in bestehende Arbeitsabläufe ein. Beispielsweise als festen Bestandteil von Checklisten oder Arbeitsprotokollen – so bleibt sie präsent und wird nicht vergessen.
  • Feedback einholen und nachbessern: Ermutigen Sie die Beschäftigten, Rückmeldungen zu geben, wenn etwas unklar ist oder nicht praktikabel erscheint. Überarbeiten Sie die Betriebsanweisung regelmäßig auf Basis dieser Hinweise.

Mit diesen Schritten wird die Betriebsanweisung zur echten Leitplanke im Alltag – und nicht zum bürokratischen Klotz am Bein.

Aktualisierung und Verantwortlichkeit: Wer trägt die Verantwortung für die Betriebsanweisung Lackierarbeiten?

Aktualisierung und Verantwortlichkeit: Wer trägt die Verantwortung für die Betriebsanweisung Lackierarbeiten?

Die Pflicht zur Aktualisierung der Betriebsanweisung liegt eindeutig bei der Unternehmensleitung. Sobald sich Arbeitsverfahren, eingesetzte Stoffe oder gesetzliche Vorgaben ändern, muss die Betriebsanweisung überprüft und angepasst werden. Es reicht nicht, das Dokument einmal zu erstellen und dann jahrelang unangetastet zu lassen.

  • Verantwortung der Führungsebene: Die Geschäftsführung oder Betriebsleitung ist gesetzlich verpflichtet, für die Aktualität und Wirksamkeit der Betriebsanweisung zu sorgen. Sie kann diese Aufgabe an fachkundige Personen delegieren, bleibt aber letztlich haftbar.
  • Einbindung von Fachkräften: Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte unterstützen bei der Überprüfung und Anpassung. Sie bringen ihr Fachwissen ein, erkennen Risiken frühzeitig und helfen, die Vorgaben praxisnah umzusetzen.
  • Regelmäßige Überprüfung: Mindestens einmal jährlich – oder bei jeder relevanten Änderung – sollte die Betriebsanweisung auf Aktualität und Vollständigkeit geprüft werden. Das verhindert Lücken im Arbeitsschutz.
  • Dokumentation der Änderungen: Jede Anpassung muss nachvollziehbar dokumentiert werden. Das schafft Transparenz und schützt im Ernstfall vor Nachweispflichten gegenüber Behörden oder Unfallversicherungsträgern.

Nur mit klar geregelter Verantwortung und konsequenter Aktualisierung bleibt die Betriebsanweisung ein wirksames Instrument für Sicherheit und Rechtssicherheit im Betrieb.

Konkreter Nutzen: Wie profitieren Betrieb und Beschäftigte durch eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten?

Konkreter Nutzen: Wie profitieren Betrieb und Beschäftigte durch eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten?

  • Verlässliche Orientierung: Die Betriebsanweisung gibt allen Mitarbeitenden eine eindeutige Handlungsgrundlage. Gerade bei neuen oder wechselnden Teammitgliedern sorgt das für schnelle Einarbeitung und weniger Unsicherheiten im Umgang mit Lackierstoffen.
  • Fehlervermeidung im Alltag: Durch klar definierte Abläufe und Hinweise werden typische Missgeschicke, wie falsche Lagerung oder unsachgemäßer Einsatz von Schutzmitteln, spürbar reduziert. Das senkt nicht nur Unfallzahlen, sondern auch unnötige Stillstände.
  • Erhöhte Motivation und Verantwortungsbewusstsein: Beschäftigte, die sich gut informiert und eingebunden fühlen, zeigen mehr Eigeninitiative und Sorgfalt. Das Arbeitsklima profitiert – und die Qualität der Arbeit steigt ganz nebenbei.
  • Vereinfachte Kommunikation mit Behörden: Bei Kontrollen oder im Schadensfall dient die Betriebsanweisung als nachvollziehbarer Nachweis für gelebten Arbeitsschutz. Das erspart langwierige Diskussionen und beugt rechtlichen Auseinandersetzungen vor.
  • Optimierte Prozesssicherheit: Klare Vorgaben verhindern unnötige Reibungsverluste zwischen verschiedenen Abteilungen oder Schichten. Das macht die gesamte Organisation rund um Lackierarbeiten deutlich effizienter.
  • Schutz vor Regressforderungen: Im Ernstfall kann der Betrieb belegen, dass alle erforderlichen Maßnahmen getroffen wurden. Das schützt vor teuren Schadensersatzforderungen und Imageschäden.

Unterm Strich: Eine durchdachte Betriebsanweisung ist nicht nur Pflicht, sondern ein echter Gewinn für alle – von der Werkbank bis ins Büro.

Sichere Unterweisung: Wie unterstützt die Betriebsanweisung bei Schulungen und Belehrungen?

Sichere Unterweisung: Wie unterstützt die Betriebsanweisung bei Schulungen und Belehrungen?

Die Betriebsanweisung ist das Rückgrat jeder praxisnahen Unterweisung im Lackierbetrieb. Sie dient als roter Faden, um Mitarbeitende gezielt und nachvollziehbar auf Gefahren und richtige Abläufe hinzuweisen. Bei Schulungen kann die Anweisung direkt eingesetzt werden, um Schritt für Schritt durch reale Arbeitsprozesse zu führen – anschaulich, nachvollziehbar und verbindlich.

  • Strukturierte Vermittlung: Durch die klare Gliederung der Betriebsanweisung lassen sich Unterweisungen logisch aufbauen. Jeder Abschnitt – von Schutzmaßnahmen bis Notfallverhalten – wird gezielt angesprochen, ohne dass etwas vergessen wird.
  • Anschauliche Beispiele: Mit Hilfe der Betriebsanweisung können typische Situationen aus dem Betriebsalltag simuliert und gemeinsam besprochen werden. Das erhöht die Aufmerksamkeit und das Verständnis der Teilnehmenden.
  • Nachweis der Unterweisung: Die Verwendung der Betriebsanweisung als Schulungsgrundlage ermöglicht eine einfache Dokumentation. So kann jederzeit belegt werden, dass alle relevanten Inhalte vermittelt wurden – ein klarer Vorteil bei Prüfungen durch Aufsichtsbehörden.
  • Förderung der Eigenverantwortung: Mitarbeitende erhalten durch die Betriebsanweisung ein greifbares Nachschlagewerk, das sie auch nach der Unterweisung nutzen können. Das stärkt die Selbstständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein im Arbeitsalltag.

Gerade bei neuen Mitarbeitenden oder bei Änderungen im Ablauf sorgt die Betriebsanweisung dafür, dass alle auf demselben Stand sind – und das ganz ohne Rätselraten oder gefährliches Halbwissen.

Versicherungsschutz und Prävention: Welche Rolle spielt die Betriebsanweisung bei Versicherungsfällen?

Versicherungsschutz und Prävention: Welche Rolle spielt die Betriebsanweisung bei Versicherungsfällen?

Im Schadensfall ist die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten oft das entscheidende Dokument, wenn es um die Anerkennung von Versicherungsleistungen geht. Versicherer und Berufsgenossenschaften prüfen genau, ob alle vorgeschriebenen Maßnahmen zur Prävention eingehalten wurden. Eine lückenlose, aktuelle Betriebsanweisung kann hier zum echten Rettungsanker werden.

  • Nachweis der Sorgfaltspflicht: Im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit dient die Betriebsanweisung als Beleg, dass der Betrieb seiner gesetzlichen Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Fehlt dieser Nachweis, drohen Leistungskürzungen oder sogar Regressforderungen durch die Versicherung.
  • Schutz vor Haftungsrisiken: Eine dokumentierte und gelebte Betriebsanweisung minimiert das Risiko, dass dem Unternehmen grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Das ist besonders relevant, wenn es um Personenschäden oder größere Sachschäden geht.
  • Präventive Wirkung: Die konsequente Umsetzung der Betriebsanweisung senkt die Unfall- und Erkrankungsrate nachweislich. Das wirkt sich positiv auf die Beitragsberechnung zur Unfallversicherung aus und kann langfristig Kosten sparen.
  • Unterstützung bei der Schadensabwicklung: Im Ernstfall beschleunigt eine gut geführte Betriebsanweisung die Kommunikation mit Versicherern und Behörden. Alle Abläufe und Zuständigkeiten sind dokumentiert, was die Bearbeitung deutlich vereinfacht.

Fazit: Die Betriebsanweisung ist weit mehr als ein internes Regelwerk – sie ist ein zentrales Element für den Versicherungsschutz und ein aktiver Beitrag zur Prävention im Lackierbetrieb.

Praxistipp: Wo finden Sie geprüfte Muster-Betriebsanweisungen für Lackierarbeiten?

Praxistipp: Wo finden Sie geprüfte Muster-Betriebsanweisungen für Lackierarbeiten?

Geprüfte und aktuelle Muster-Betriebsanweisungen für Lackierarbeiten erhalten Sie am zuverlässigsten bei branchenspezifischen Institutionen und Fachportalen. Besonders empfehlenswert sind die Angebote der jeweiligen Berufsgenossenschaften, wie der BG Bau oder der BG RCI. Diese stellen regelmäßig überarbeitete Vorlagen bereit, die sich an den neuesten gesetzlichen Anforderungen orientieren.

  • Berufsgenossenschaften: Die Websites der Berufsgenossenschaften bieten kostenfreie Downloads, oft sogar mit branchenspezifischen Anpassungsmöglichkeiten.
  • Handwerkskammern und Innungen: Viele regionale Handwerkskammern und Lackierer-Innungen stellen geprüfte Muster für ihre Mitglieder bereit. Ein Anruf oder ein Blick auf die Website lohnt sich fast immer.
  • Fachverlage und Arbeitsschutzportale: Spezialisierte Verlage und Portale wie der WEKA-Verlag oder die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bieten geprüfte Vorlagen, häufig auch mit praktischen Ausfüllhilfen.
  • Digitale Arbeitsschutz-Tools: Moderne Softwarelösungen für Arbeitsschutzmanagement enthalten oft editierbare Muster-Betriebsanweisungen, die sich direkt an die eigenen Betriebsbedingungen anpassen lassen.

Ein Tipp aus der Praxis: Prüfen Sie bei jedem Download, ob die Vorlage tatsächlich auf dem neuesten Stand ist. Das Veröffentlichungsdatum und die Angabe der zugrunde liegenden Rechtsgrundlagen sollten immer klar erkennbar sein. So stellen Sie sicher, dass Ihre Betriebsanweisung auch bei einer Kontrolle überzeugt.


FAQ zur Betriebsanweisung für Lackierarbeiten

Was ist der Zweck einer Betriebsanweisung für Lackierarbeiten?

Die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten dient dazu, Beschäftigte umfassend über Gefahren, Schutzmaßnahmen, Notfallverhalten und den richtigen Umgang mit Gefahrstoffen beim Lackieren zu informieren. Sie bildet die Grundlage für sicheren und rechtskonformen Arbeitsschutz im Betrieb.

Welche Inhalte muss eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten enthalten?

Zu den Pflichtinhalten gehören: Beschreibung der Gefahren, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln, Handlungsanweisungen für den Notfall, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Vorgaben zur Lagerung und Entsorgung, passende Kennzeichnungen sowie Angaben zu Gültigkeitsbereich und Verantwortlichkeiten.

Wie wird eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten im Betrieb eingesetzt?

Sie muss gut sichtbar in relevanten Bereichen ausgehängt und bei Unterweisungen eingesetzt werden. Zudem sollte sie an die jeweiligen betrieblichen Bedingungen angepasst und regelmäßig aktualisiert werden, damit alle Beschäftigten die Anweisungen sicher umsetzen können.

Wer trägt die Verantwortung für die Betriebsanweisung?

Die Unternehmensleitung ist für die Erstellung, Aktualisierung und Wirksamkeit der Betriebsanweisung verantwortlich. Sie kann diese Aufgabe an Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Sicherheitsbeauftragte delegieren, bleibt jedoch letztlich haftbar.

Wie unterstützt die Betriebsanweisung bei Unterweisungen und Versicherungsfällen?

Die Betriebsanweisung bietet eine klare, strukturierte Grundlage für Schulungen und Unterweisungen. Bei Versicherungsfällen dient sie als Nachweis über die Einhaltung der Arbeitsschutzpflichten und kann so helfen, Ansprüche zu sichern und Haftungsrisiken zu minimieren.

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Wir legen großen Wert auf Transparenz und bieten jederzeit die Möglichkeit, bei Fragen oder Anmerkungen zu den Inhalten mit uns in Kontakt zu treten.

Zusammenfassung des Artikels

Eine Betriebsanweisung für Lackierarbeiten ist gesetzlich vorgeschrieben, sobald mit Gefahrstoffen gearbeitet wird und muss klar verständlich sowie stets aktuell am Arbeitsplatz verfügbar sein.

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Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Betriebsanweisung rechtzeitig und individuell erstellen: Erstellen Sie die Betriebsanweisung für Lackierarbeiten unbedingt vor Aufnahme der Tätigkeit mit Gefahrstoffen. Achten Sie darauf, dass sie alle im Betrieb verwendeten Stoffe und Prozesse berücksichtigt und regelmäßig aktualisiert wird.
  2. Klarheit und Verständlichkeit gewährleisten: Formulieren Sie die Betriebsanweisung in einfacher, verständlicher Sprache. Vermeiden Sie komplizierte Fachbegriffe und sorgen Sie dafür, dass alle Beschäftigten – auch mit unterschiedlichem Sprachniveau – die Inhalte verstehen.
  3. Gut sichtbar und zugänglich machen: Platzieren Sie die Betriebsanweisung an zentralen Orten wie der Lackierkabine, im Mischraum oder an den Arbeitsplätzen. So stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden jederzeit Zugriff darauf haben.
  4. Regelmäßige Unterweisung und Einbindung in den Arbeitsalltag: Nutzen Sie die Betriebsanweisung als zentrales Element bei Unterweisungen und Schulungen. Integrieren Sie sie in Arbeitsanweisungen, Checklisten und Abläufe, um die Anwendung im Alltag zu sichern.
  5. Verantwortlichkeiten und Aktualisierung festlegen: Bestimmen Sie klar, wer für die Erstellung, Pflege und Aktualisierung der Betriebsanweisung verantwortlich ist. Prüfen Sie mindestens jährlich oder bei jeder Änderung, ob die Inhalte noch aktuell und vollständig sind.

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